Kinder

Gutes Sehen ist extrem wichtig, um seine Umwelt wahrnehmen und entdecken zu können. Dies gilt insbesondere für Kinder. Nach der Geburt müssen die kindlichen Augen das Sehen erst einmal erlernen. Dies ist ein sehr wichtiger Prozess, der nach dem 5. bis 6. Lebensjahr lebenslang nicht mehr aufgeholt werden kann. Deswegen ist es entscheidend, eine mögliche Fehlsichtigkeit (z. B. Weitsichtigkeit) frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Vorsorgeuntersuchung

Im Rahmen der U-Untersuchungen beim Kinderarzt wird auch das Sehvermögen geprüft. Teilweise werden auch Screeninguntersuchungen mit einem Gerät (z. B. Plusoptix®) als IGEL-Leistung angeboten, die sehr genau und sinnvoll sind.

Sollten diese Ergebnisse auffällig sein, so beraten und behandeln wir Ihre Kinder gerne.
Wir haben viel Erfahrung im Umgang mit kleinen Patienten.

Kinderbrillen

Sollte sich bei Ihren Liebsten eine Weit- oder Kurzsichtigkeit mit oder ohne Hornhautverkrümmung zeigen, so ist die Therapie der Wahl die Verordnung einer Brille.

Bevor wir das Rezept ausstellen, vermessen wir die Sehkraft, nachdem wir Augentropfen zur Pupillenerweiterung getropft haben. Diese bewirken auch eine vorübergehende Lähmung des Muskels zur Umschaltung zwischen Fern- und Nahsicht (ca. sechs bis acht Stunden). Wir wissen, dass viele Kinder diese Tropfen nicht so gerne haben, da sie auch müde machen. Dennoch sind sie extrem wichtig, um eine Fehlsichtigkeit richtig behandeln zu können. Bitte beachten Sie, dass es ca. eine Stunde dauert, bis die Tropfen wirken. Planen Sie bitte bei einem Termin entsprechend Zeit ein.

Wir stellen Ihnen dann ein Rezept für einen Optiker aus. Im Gegensatz zu Erwachsenen tragen die gesetzlichen Krankenkassen für Kinder einen größeren Teil der Kosten einer Brille.

Nachdem der Optiker die Brille angefertigt und angepasst hat, ist es sehr wichtig, dass die Brille auch konsequent getragen wird. Dadurch entwickeln sich beide Augen gleichartig, und eine Fehlsichtigkeit hinterlässt keine bleibenden Schäden. Wir kontrollieren die Brille in regelmäßigen Abständen, da sich die Augen im Wachstum stetig verändern können.

Behandlung zunehmender Kurzsichtigkeit bei Kindern

Im Schulalter kann Kurzsichtigkeit (Myopie) bei Kindern von Untersuchung zu Untersuchung deutlich zunehmen.

Neben dem Tragen einer Brille, die als störend empfunden werden kann, kann eine hohe Kurzsichtigkeit auch im Erwachsenenalter zu Augenerkrankungen (z. B. Netzhautablösung) führen.

In den letzten Jahren hat sich eine spezielle Therapie der zunehmenden Kurzsichtigkeit bei Kindern etabliert. Dabei werden verdünnte Atropin-Augentropfen getropft. Es handelt sich um eine offiziell nicht zugelassene Therapie, weshalb die Kosten für die Augentropfen nicht von der Kasse übernommen werden. Auch wenn die Therapie „off-label“ ist, ist sie wirksam, wie mehrere Studien zeigen [1,2,3].

Gerne beraten wir Sie hierzu in unserer Praxis.

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