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| Gleitsichtglas |
| ein aufwendiges optisches Produkt |
 Im Bild rechts erkennt man im oberen Bereich die Zone der Fernkorrektur sowie eine nach unten verlaufende Additionszone. In den Randbereichen zeigen sich allerdings Unschärfezonen.
Es ist leicht vorstellbar, dass ein Gleitsichtglas eine erhebliche Gewöhnungsphase erfordert. Beim Blick nach der Seite muss man beim Tragen der Gleitsichtbrille den Kopf mehr drehen als mit der normalen Fernbrille. Wollen Sie in der Nähe scharf sehen, müssen Sie den Kopf etwas anheben, um durch den Additionskanal schauen zu können. Viele Menschen berichten, dass sie sich nicht an Gleitsichtgläser gewöhnen können, vor allem auch beim Treppensteigen.
Aus eigener Erfahrung - ich bin seit 4 Jahren auch Träger einer Gleitsichtbrille - möchte ich Sie aber ermutigen, die Anfangsschwierigkeiten zu überwinden. Speziell beim Autofahren, hier vor allem beim Rückwärtsfahren und Einparken, kann es zunächst Schwierigkeiten geben. Ich habe bei dieser Gelegenheit einen Rückspiegel eingebüßt. Das Gehirn stellt sich aber nach einigen Wochen oder gar bis zu 6 Monaten auf die neuen optischen Gegebenheiten um. Heute merke ich praktisch nicht mehr, dass ich eine Gleitsichtbrille trage.
Die Gläser der verschiedenen Hersteller haben ein ganz unterschiedliches Design. Wenn Sie mit dem Glas des einen Herstellers nicht zurechtkommen, sollten Sie nochmals das Glas eines anderen Herstellers probieren. Wichtig ist auch die gute Einpassung der Gleitsichtgläser. Wichtig ist, dass der Nahzusatz nicht zu hoch im Blickfeld positioniert ist. Dies könnte dazu führen, dass Sie bereits durch den Nahbereich des Glases schauen, obwohl Sie in die Ferne fixieren wollen. Viele Optiker bieten auch den kostenlosen Tausch auf eine andere Brillenart an, wenn Sie mit dem Gleitsichtglas nicht zurechtkommen.
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