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Diabetes
Auge und Zuckerkrankheit (lat. Diabetes mellitus)
Stoffwechselerkrankung-1
Was Sie als Diabetiker wissen sollten

Ein bis zwei Prozent der Bevölkerung leiden an Diabetes mellitus.
Typische Symptome sind:
  • Vermehrter Durst
  • Häufiges Wasserlassen
  • Rasche Ermüdbarkeit und Abgeschlagenheit
  • Juckreiz
  • Neigung zu Hautinfektionen
  • Sehstörungen
  • Unterzuckerung mit Heißhunger
  • Schweißausbrüche.
Bei länger vorhandenem Diabetes mellitus können nach einigen Jahren Erkrankungen der kleinen Blutgefäße auftreten, so auch am Auge. Man spricht dann von einer diabetischen Netzhauterkrankung oder der diabetischen Retinopathie. Dies bewirkt eine chronische Durchblutungsstörung der Netzhaut, wodurch es zu Sehverschlechterung kommen kann.

Man rechnet damit, daß nach 10 - 15 Jahren zwei Drittel der Diabetiker eine zuckerbedingte Netzhauterkrankung bekommen. Bei jungendlichen Diabetikern können sich derartige Veränderungen schneller entwickeln. Die Entwicklung zuckerbedingter Veränderungen hängt sicherlich mit der Einstellung des Diabetes zusammen. Durch eine gut eingestellte Stoffwechsellage kann die weitere Entwicklung der diabetischen Retinopathie verzögert, nicht jedoch aufgehalten werden. Sie sollten also eine regelmäßige Kontrolle des Diabetes durch Ihren Hausarzt vornehmen lassen - dies ist sowieso selbstverständlich.
Stoffwechselerkrankung-2
Wichtig ist natürlich auch die Disziplin des Patienten, daß er sich an die Diät-Empfehlungen hält und das Rauchen oder übermäßigen Alkoholgenuß einstellt. Die entstehenden Netzhautveränderungen können unterschiedlich sein: Der Augenarzt teilt die Erkrankung in die einfache Hintergrunds-Form und die proliferative Retinopathie ein.
Bei der Hintergrundsform entwickeln sich kleine umschriebene Gefäßveränderungen mit Blutungen, sogenannten Mikroaneurysmen - dies sind kleine Gefäßaussackungen - sowie vermehrte Ablagerungen von gelblichen fettartigen Substanzen - die "harten Exsudate" in der Netzhaut.

Je nachdem, welche Region der Netzhaut betroffen ist, kommt es zur Sehschärfenherabsetzung, vor allem dann, wenn die Veränderungen in der Nähe des gelben Flecks, der Makula, lokalisiert sind.

Bei der proliferativen schwereren Form entwickeln sich größere minderwertige Gefäße, die in das Augeninnere hineinwachsen und aus denen sich schwere akute Blutungen in den Glaskörper ergeben können.