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| Herpes am Auge |
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 Der Herpes am Auge ist eine chronische Erkrankung, die zu erheblichen Schädigungen des vorderen Augensegmentes führen kann.
Dank der neueren Medikamente kann der Augenarzt jedoch sehr häufig die Erkrankung erfolgreich behandeln. In erster Linie ist die Substanz Aciclovir zu nennen. Sehr häufig ist der Herpes an der Lippe. Er kann überspringen auf die Lider. Glücklicherweise sind oft nur die Lider oder die Bindehaut betroffen.
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 In seltenen Fällen kann der Herpes auch Entzündungen der Hornhaut hervorrufen. Bleibt die Entzündung zunächst nur in den oberflächlichen Schichten der Hornhaut, so kann der Herpes wieder folgenlos abheilen. Der Augenarzt sieht dann eine typische bäumchenartige Verzweigung einer Hornhautveränderung, die Keratitis dendritica.
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 In ungünstigen Fällen entwickelt sich jedoch eine sehr tief liegende Entzündung der Hornhaut, die sehr leicht in ein chronisches Stadium übergehen kann mit tiefer Gefäßeinsprossung in die Hornhaut und der Ausbildung von Narben und Entzündungsherden in der Hornhaut.
Zu bemerken ist, dass die unkritische Gabe von cortisonhaltigen Augentropfen zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes führen kann. Es ist deshalb unbedingt eine sachgerechte Behandlung durch den Augenarzt geboten. Nur er kann differenzieren zwischen einer harmlosen Bindehaut-Entzündung und einer gefährlichen Herpes-Erkrankung am Auge.
In Stadien der Abheilung kann die zusätzliche Gabe von Cortison-Tropfen allerdings auch hilfreich sein. Diese schwierige Entscheidung kann aber nur der erfahrene Augenarzt treffen. |
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 Der obenstehende Patient trug Kontaktlinsen und klagte über monatelange Reizzustände im Auge, die zunächst als Kontaktlinsenunverträglichkeit gedeutet wurde. Erst als feine tief liegende Gefäße am Rand der Hornhaut bei 5 Uhr auftraten, konnte die Diagnose richtig gestellt werden.
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 Sehr viel fortgeschrittener ist der nebenstehende Befund des Auges:
Herpes der Hornhaut mit Gefäßeinsprossungen und tiefen Hornhautinfiltraten
Falls die Hornhaut-Erkrankung so ausgeprägt ist, wie auf dem oben stehenden Bild zu sehen ist, kann die Durchführung einer Hornhautübertragung erforderlich sein. Dieser Eingriff wird in darauf spezialisierten Kliniken durchgeführt. |
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 Bestehen schon ausgeprägte Gefäßeinsprossungen in der "Wirtshornhaut", ist die Gefahr von Abstoßungsreaktionen sehr hoch. Nachfolgend ein Bild einer erfolgreichen Hornhauttransplantation.
Man erkennt deutlich den Faden, der in Kreuzstichtechnik gelegt ist. Der Faden wird nach Möglichkeit mindestens 2 Jahre in der Hornhaut belassen. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang, dass ein starker Mangel an Spendermaterial besteht.
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