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intraokulare Linsen
Multifokal-Linse
Vor 25 Jahren war die Standard-Versorgung der Star-Patienten die „Star-Brille“ mit sehr dicken Gläsern im Plusbereich von ca. 12. Dioptrien.

Durch die Einführung von Intraokularlinsen haben sich ungeahnte Möglichkeiten ergeben.

Heute sind neben der Versorgung mit rein sphärischen Linsen, die die gesetzlichen Versicherungen bezahlen, auch zahlreiche Sonderlinsen möglich.


1. Torische Linsen
2. Multifokal-Linsen
3. Torische Multifokal-Linsen


Mit den torischen Linsen ist ein Ausgleich einer bestehenden Hornhaut-Verkrümmung möglich. Die Korrektur einer Hornhautverkrümmung kann bei einer Star-Operation durch die Implantation einer torischen Hinterkammerlinse erfolgen. Durch die Implantation der torischen Hinterkammerlinse ist eine vollständige Korrektur der Kurz- bzw. Weitsichtigkeit und der Hornhautverkrümmung möglich.

Zur Berechnung einer Linse steht uns im Internet ein Berechnungsprogramm zur Verfügung. Mit diesem Programm berechnen wir die Stärke der zu implantierenden Linse. Das Programm zeigt uns in in welchem Meridian wir die Linse implantieren müssen. Zur genauen Lokalisation der Achse gibt es sogenannte "Marqueure". Aufgrund der Archtektur der Linsenhaptik verbleibt die Linse mit hoher Stabilität in der einmal positionierten Achse.

Multifokal-Linsen bringen den selben Effekt wie eine Gleitsichtbrille. Voraussetzung ist allerdings, dass keine stärkere Hornhautverkrümmung besteht.

Zufriedenheit von Patienten hat auch etwas mit realistischen Erwartungen zu tun. Unsere Lebenserfahrung sagt uns, dass wir nie mehr versprechen sollen, als wir halten können. Für die meisten Patienten geht mit der Multifokal-Linse zwar der Wunsch nach einem Leben ohne Sehhilfe in Erfüllung, manche Patienten brauchen aber auch nach der Implantation einer Multifokal-Linse weiterhin eine Unterstützung durch eine Brille. Dies betrifft insbesondere den sogenannten Intermediärbereich von 50 – 70 cm Abstand, also zum Beispiel die Arbeit am Computer.

Außerdem können Multifokal-Linsen auch Blendungsphänomene hervorrufen, zum Beispiel Lichthöfe um Autoscheinwerfer oder um Straßenlaternen. Die Kontrastsensibilität ist herabgesetzt, auch das Dämmerungssehen ist reduziert.

Dies sollten Sie wissen, wenn Sie sich darauf einstellen und diese Vorgaben akzeptieren, werden Sie vermutlich mit der Linse sehr zufrieden sein.

Besteht ein stärkerer Astigmatismus, so ist neben der optischen Wirkung einer Multifokallinse auch noch eine Korrektur des Astigmatismus anzustreben. Dies ist mit der torischen Acri Lisa Multifokal-Linse von Zeiss möglich.


Die Star-Operation erfolgt bei Kassenpatienten als Kassenleistung, die Linse selber ist als Sonderlinse direkt mit Ihnen abzurechnen. Der Aufwand der Operationsvorbereitung ist für eine Multifokal-Linse aufwendiger, die erforderlichen Untersuchungen wie Hornhaut-Topographie und OCT-Untersuchung zur Überprüfung der Stelle des schärfsten Sehens müssen wir mit Ihnen direkt abrechnen.