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| Brillenrezept |
| Was machen Sie mit damit, wenn Sie es von uns erhalten? |
 Wir haben mit dem Rezept die erforderliche Gläserstärke festgelegt. Die von uns verordneten Brillengläser basieren in der Regel auf 2 Messungen, nämlich der objektiven Refraktionsbestimmung mit einem computergesteuerten Messgerät sowie auf einer nachfolgenden subjektiven Refraktionsbestimmung, bei der wir nach Ihren Angaben die bestmögliche Korrektur festlegen. Als Basis für die subjektive Bestimmung dient die Refraktometermessung.
Genau wie andere biologische Messwerte schwanken, wie zum Beispiel der Blutdruck, so finden sich auch der subjektiven Refraktonsbestimmung Tageschwankungen um den optimalen Messwert herum. Messen wir die erforderliche Korrektur an 2 unterschiedlichen Tagen, so werden sich bei der zweiten Messung immer geringe Abweichungen vom ersten Messwert ergeben. Dies gilt auch für den Fall, dass Ihr Optiker nochmals die von uns verordneten Messwerte überprüft. Geringfügige Schwankungen sind die Regel und weisen im allgemeinen nicht darauf hin, dass eine fehlerhafte Messung vorliegt. In der Regel ist es auch nicht erforderlich, dass der Optiker nochmals eine Refraktionsbestimmung durchführt.
Mit dem Rezept gehen Sie zu Ihrem Optiker. Dort suchen Sie ein Gestell aus und legen die Gläserart fest. Bei dieser Auswahl gibt es große Unterschiede im Preis. Wir beobachten aufgrund von Patientenmitteilungen einen Preisrahmen, der erheblich schwanken kann. Es gibt beim Optiker keine Festpreise. Auch ist eine Designer-Brille natürlich deutlich teurer als ein Standard-Gestell.
"Zahlt denn meine Krankenkasse schon wieder eine neue Brille? Es sind doch noch keine 3 Jahre vergangen?" ist eine häufig gestellte Frage.
Hierzu ist zu bemerken, dass Brillengestelle überhaupt keine Kassenleistung mehr sind. Auch ist der Betrag, den die Kasse früher bezahlt hatte, nicht so hoch, als dass man davon die Entscheidung über eine neue Brille abhängig machen sollte.
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| Welche Extras gibt es für Ihre neue Brille? |
 Entspiegelung
Die Entspiegelung mindert die störenden Reflexe und erhöht die Lichtdurchlässigkeit. Ein angenehmer Nebeneffekt ist die ästhetisch günstige Wirkung.
Mit einer "Superentspiegelung" lässt sich die Restreflexion nahezu vollständig beseitigen. Diese superentspiegelten Gläser sind aber sehr empfindlich gegen Fingerabdrücke und erscheinen bei der geringsten Verschmutzung als wenig gepflegt.
Sonnenschutz
Durch absorbierende Gläser kann die Lichtdurchlässigkeit gemindert werden. Außerdem werden die ultravioletten Strahlen absorbiert.
Dies wird heute von augenärztlicher Seite als Vorbeugung gegen die Entwicklung einer altersbedingten Makuladegeneration sehr empfohlen. Geringfügige Tönungen haben hauptsächlich kosmetische Effekte. Auch eine automatische Anpassung an wechselnde Lichtverhältnisse ist möglich. Die Fachbezeichnung für Gläser, die sich selbsttätig einfärben, heißt "phototrop". Absorbierende Gläser - auch phototrope Gläser mit mehr als 15% Tönung im aufgehellten Zustand - sollen nicht zum Autofahren in der Dämmerung und bei Nacht getragen werden, vor allem dann, wenn Sie ein Fahrzeug mit Wärmeschutzglas fahren. Denn dann addieren sich die Wirkungen ihrer Lichtschutz-Gläser, zum Beispiel 15 %, mit der Absorption des Wärmeschutzglases, ebenfalls 15 % zu stolzen 30 % Absorption. Es dürfte jedem klar werden, dass dadurch Nachtfahrten zu einem höheren Risiko werden.
Vermehrte Bruchfestigkeit (Kunststoffgläser)
In kindlichem und jugendlichem Lebensalter, in bestimmten Berufen und bei manchen Sportarten ist die Bruchgefahr der Brillengläser erhöht. Die Lösung des Problems: nahezu bruchfeste Gläser aus Kunststoff. Bei gleicher optischer Präzision zeichnen sie sich außerdem durch ihr niedriges Gewicht aus. Sie sind nur etwa halb so schwer wie Silikat-Gläser. Kunststoffgläser verkratzen jedoch leichter, sie könnten aber mit einer Hartschicht versehen werden und haben dann eine für die normalen Tragebedingungen ausreichende Verschleißfestigkeit. Bei Kindern zahlen die Kassen sogenannte "Schulsportbrillen" mit Kunststoffgläsern.
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| Welche Brillenkorrekturen gibt es? Die verschiedenen Brillentypen |
 Das jugendliche Auge kann sich schnell auf Sehziele in allen Entfernungen einstellen, es akkommodiert.
Ab Mitte 40 etwa lässt die Anpassungsfähigkeit im Nahbereich spürbar nach, auch beim gesunden Auge. Erste Anzeichen sind: Sie lesen mit ausgestrecktem Arm. Sie bemerken eine übermäßige Anstrengung oder vorzeitiges Ermüden bei Ihrer Lektüre, oder Sie haben plötzlich Schwierigkeiten, einen Faden durchs Nadelöhr zu bekommen. Diese Form der Fehlsichtigkeit nennt man "Alterssichtigkeit" oder "Presbyopie".
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| Gibt es denn keine Brille für alle Entfernungen? |
 Doch, die gibt es. In den meisten Fällen lassen sich sog. Mehrstärkengläser verwenden.
Damit brauchen Sie nur eine Brille. Das Zweistärken- oder Bifokalglas ist ein Brillenglas für die Ferne mit einem fast unsichtbaren Zusatzteil für die Nähe. Durch diesen Bereich können Sie dann z. B. die Auslagen und Preise in den Geschäften klar sehen oder die nähere Umgebung Ihres Arbeitsplatzes. Für die meisten handwerklichen Tätigkeiten ist ebenfalls der Zusatz unerlässlich. Sie werden ihn auch brauchen, wenn Sie ein Musikinstrument nach Noten spielen.
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| Was ist zu beachten, wenn man zum ersten Mal eine Zweistärkenbrille trägt? |
 Die unterschiedlichen Korrektionszonen sind so angeordnet, dass der Blick automatisch durch den Bereich fällt, der für die jeweilige Sehaufgabe richtig ist. Fasst man ein entferntes Ziel ins Auge, hebt man den Blick und schaut durch den oberen Teil. Beim Lesen jedoch senkt man ihn und benutzt damit das Feld, das für die Nähe bestimmt ist.
Nur wenn Sie beim Gehen plötzlich direkt vor Ihren Füssen ein Hindernis erwarten, z. B. eine Bordsteinkante oder Stufen, blicken Sie natürlich auch durch den Nahzusatz Ihrer Brille, dann ist das Bild mehr oder weniger unscharf. Es gilt daher, am Anfang etwas vorsichtig zu sein. Sie werden sich aber in wenigen Tagen daran gewöhnt haben mehr wahrnimmt.
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| Welche Wirkungen haben Gleitsichtgläser, bekannt als "Multifokalgläser" |
 Im Gleitsicht- oder Progressivglas sind ebenfalls mehrere Stärken, also unterschiedliche Korrektionswerte, kombiniert und zwar ohne Trennkante mit gleitenden Übergängen, daher die Bezeichnung "Gleitsichtglas". Mit einer solchen Brille können Sie von der Ferne bis zur Nähe ohne den Bildsprung der Bifokal- oder Trifokalbrille jede Einzelheit scharf sehen. Die Trennlinien, an denen man äusserlich andere Mehrstärkengläser erkennt, gibt es bei Gleitsichtgläsern nicht. Auf einen kleinen in Umgewöhnungsprozess muss man sich jedoch auch hier einstellen: Außerhalb des Sehkanals entstehen unvermeidbare Unschärfen. Wenn Sie also zur Seite schauen wollen, müssen Sie zum Teil mit dem Kopf den Bewegungen Ihrer Augen folgen. So bleiben Sie automatisch in der richtigen Korrektionszone.
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| Gibt es auch Spezial-Arbeitsbrillen? |
 Ja, spätestens ab Mitte 50 ist für die Bildschirmarbeit eine spezielle Bildschirmbrille erforderlich. Meistens genügt dafür eine Einstärkenbrille für den Arbeitsabstand Computer-Bildschirm.
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