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Therapie-Optionen für AMD
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Die AMD ist eine Erkrankung, die über mehre Stadien fortschreitet, von der asymptomatischen trockenen AMD (Vorliegen von Drusen) bis zur feuchten AMD, die charakterisiert ist durch eine choroidale Neovaskularisation (CNV). Die feuchte AMD führt unbehandelt unausweichlich zu einer kreisförmigen Vernarbung der Retina und schwerem Sehverlust.

Die Age-Related Eye Disease Study (AREDS 2001) zeigte, dass Patienten, die hohe Dosen Zink und Antioxidanzien als Nahrungsergänzungsmittel erhielten, über eine Beobachtungszeit von 7 Jahren einen geringeren Visusverlust und eine geringere zentrale geographische Netzhautatrophie hatten als mit Placebo behandelte Patienten.

Hochdosierte Gaben von Zink und Antioxidanzien können das Fortschreiten einer AMD verzögern. Frühzeitige Erkennung und Behandlung der AMD sind für optimale Ergebnisse entscheidend.

In ausführlichen Forschungsarbeiten der vergangenen zehn Jahre wurde der vasoendotheliale Wachstumsfaktor (VEGF) als wichtigste Ursache für die Angiogenese und choroidale Neovaskularisation (CNV) identifiziert. Die Behandlung der feuchten AMD hat sich in den nächsten Monaten dramatisch verändert. Man versucht nicht mehr, die übermäßige Vaskularisation mit Lasern und einer photodynamischen Therapie (PDT) zu zerstören, sondern die Wirkung von VEGF zu blockieren. Als derzeit wirksamstes Präparat, das über eine Zulassung verfügt, wird das Ranibizumab zur intravitrealen Injektion (Lucentis) angesehen.
Grundlegendes zur Makuladegeneration
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Diese Augenkrankheit tritt meist nach dem 50. Lebensjahr auf. Zwei Millionen Deutsche sind derzeit von einer AMD betroffen, bis 2020 können es sogar sechs Millionen werden. Die Makula enthält die wichtigsten Sinneszellen des Auges und ermöglicht genau das scharf zu sehen, was man gerade betrachten möchte. Generell wird bei der AMD zwischen zwei Formen unterschieden: Einmal die trockene Form, von der 90% der Patienten betroffen sind und bei der sich Stoffwechselprodukte in der Netzhaut ablagern und die Sehzellen schädigen. Bei der feuchten Form, an der in Deutschland 200.000 Patienten leiden, wuchern Gefäße aus der Aderhaut in die Netzhaut ein. Als bislang wichtigste Therapieempfehlung bei der AMD gilt eine aktive und gesunde Lebensführung. Bewegung zur Kreislaufaktivierung, das Einstellen von Rauchen und eine vitaminreiche, gesunde Ernährung sind äußerst wichtig. Eine Studie belegt, dass Rauchen der einzige erwiesene kontrollierbare Risikofaktor für AMD ist. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen zeigen, dass Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern ein mindestens doppelt so hohes Risiko tragen, an AMD zu erkranken und ihr Augenlicht zu verlieren. Wie bei allen anderen Augenkrankheiten ist es auch bei der AMD sehr wichtig, regelmäßig einen Augenarzt aufzusuchen. Die Fachkompetenz für das Auge ist gerade bei derartigen immer weiter fortschreitenden Krankheiten nicht zu ersetzen. Insbesondere bei verzerrtem Sehen und akuter Sehverschlechertung sollte sofort eine augenärztliche Untersuchung erfolgen, damit die beste Möglichkeit für eine Behandlung nicht verpasst wird.


Bei der trockenen Form einer altersabhängigen Makuladegeneration, die eher langsam und schleichend verläuft, können durch vergrößernde Sehhilfen, wie z.B. eine beleuchtete Leselupe, ein Bildschirmlesegerät oder Bücher im Großdruck, schon große Erfolge erzielt werden. Das zunehmende Alter und das Rauchen sind die wichtigsten Risikofaktoren für die altersabhängige Makuladegeneration. Aber auch andere Umstände bergen ein erhöhtes Risiko, an AMD zu erkranken. Ein hoher Blutdruck ist vor allem für die feuchte Form der AMD ein Risikofaktor, während Rauchen eine allgemeine Gefahr birgt, an AMD zu erkranken. Eine gesunde Ernährung schützt nachweislich vor AMD. Die in Obst und Gemüse enthaltenden Pigmentstoffe wirken sich positiv auf die zentrale Netzhaut auf und verringern so die Anfälligkeit für eine AMD-Erkrankung. Untersuchungen lassen vermuten, dass eine Therapie mit Blutfett senkenden Medikamenten das AMD-Risiko ebenfalls senken kann.