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| Retinoblastom |
| Tumor-Erkrankung des kleinkindlichen Auges |
 Retinoblastome sind eine sehr seltene Tumorerkrankung. Dennoch handelt es sich bei Retinoblastomen um die häufigsten Augentumore im Kindesalter. Bei etwa 18.000 - 20.000 Kindern kommt eine Erkrankung vor. In Deutschland erkranken etwa 60 Kinder pro Jahr neu an dieser Krebsform, wobei Jungen und Mädchen im gleichen Verhältnis betroffen sind. |
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 In der Regel tritt ein Retinoblastom bei Säuglingen und Kleinkindern auf und entsteht durch entartete, unterschiedliche Vorstufen der Netzhautzellen. Retinoblastome können ein oder beide Augen betreffen und sich sowohl innerhalb des Augapfels und der Augenhöhle ausbreiten als auch entlang der Sehnerven ins Zentrale Nervensystem oder über den Blut- oder Lymphweg in andere Organe. In äußerst seltenen Fällen besteht die Möglichkeit, dass sich Retinoblastome auch spontan zurückbilden.
Es werden zwei Formen von Retinoblastomen unterschieden, die hereditäre (erbliche, ca. 40% Verbreitung) und die sporadische (nicht erbliche ca. 60% Verbreitung). Bei der hereditären Form des Retinoblastom besteht bereits eine Veranlagung für die Entwicklung dieser Krebsart, bei der nicht sporadischen Form entsteht der Krebs spontan.
Ein Retinoblastom kann sich sowohl an einem oder an beiden Augen entwickeln. Sofern beide Augen von dem Augentumor betroffen sind, liegt in der Regel die erbliche Form der Erkrankung vor, man spricht hierbei auch von einem bilateralen (zweiseitigen) Retinoblastom. In der Mehrheit der Fälle ist jedoch nur ein Auge von der Krankheit betroffen, dem unilateralen (einseitigen) Retinoblastom. Zudem können sich die Tumoren an nur einer Stelle im Auge (unifokal) oder an mehreren Stellen (multifokal) bilden.
Retinoblastom Erkrankungen verlaufen ohne Behandlung immer tödlich. Wir ein solcher Tumor jedoch rechtzeitig erkannt und behandelt, können nahezu 95 Prozent der an dieser Krebsart erkrankten Säuglinge und Kinder geheilt werden. |
| Wie kann man eine Retinoblastom Erkrankung erkennen? |
 Das Erstsymptom bei einem Großteil der erkrankten Kinder ist die sogenannte Leukokorie, das weiße Aufleuchten der Pupille bei bestimmten Lichtverhältnissen wie dem Fotografieren. Dieses Aufleuchten der weißen Pupille wird auch als Katzenauge bezeichnet und ist ein Hinweis darauf, dass ein ausgedehntes Tumorwachstum hinter der Linse stattfindet. In seltenen Fällen fallen schmerzende, gerötete oder geschwollene Augen auf, die auf erhöhten Augeninnendruck beruhen. |
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 Wie bei anderen Krebserkrankungen auch verläuft die Retinoblastomerkrankung oft lange Zeit symptomlos, da kleinere Retinoblastome keine oder kaum Beschwerden verursachen. Erst infolge einer Größenzunahme oder des Einwachsens ins Auge treten Beschwerden auf, die dann zur Beeinträchtigung des Sehvermögens oder gar zur Erblindung führen. |
| Behandlungsmöglichkeiten |
 Die Behandlung dieser schwerwiegenden Erkrankung wird in darauf spezialisierten Universitätskliniken durchgeführt. |